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Spätes, aber informatives M6-Review
This is a discussion on Spätes, aber informatives M6-Review within the German forums, part of the Meizu Me International category; Auch auf Amazon veröffentlicht. Der Meizu M6 war über vier Jahre in Produktion, in denen er es schaffte, eine riesige ...
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02-14-2010 #1Junior Member
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Thanked 5 Times in 2 PostsSpätes, aber informatives M6-Review
Auch auf Amazon veröffentlicht.
Der Meizu M6 war über vier Jahre in Produktion, in denen er es schaffte, eine riesige weltweite Fangemeinde (meizume.com) zu begeistern - obwohl er stets nur für den chinesischen Markt gedacht war. Mehrere Versionen erschienen: T1, TP, SP, SL und TS. Unterschiede bestehen haupstsächlich in der Hardware: Ab Generation SL wurde die Dicke von 10 auf ca. 7 mm reduziert, was auch eine Verkleinerung der Akkukapaizät mit sich brachte (von 700 auf 400 mAh). Glücklicherweise wurde sie durch ein verbessertes Ressourcenmangement kompensiert - statt dem Philips-DAC wurde nun ein effizienterer Wolfson WM8987-Chip verwendet. Somit haben alle Modelle eine Akkulaufzeit von ca. 20 Stunden bei realistischen Einstellungen.
Materialqualität
Meizu M6 SL und TS haben eine gebürstete Aluminiumrückseite. Diese ist relativ kratzresistent. Auf der Vorderseite liegt das Display, wie bei allen hochwertigeren Produkten, unter einer transparenten Hartplastikschicht, die bis auf das Touchpad alles abdeckt. Zum Schutz vor Kratzern befindet sich noch zusäzlich eine abziehbare Folie auf der Vorderseite; diese sollte erst entfernt werden, wenn sie sehr stark zerkratzt und eine Austauschfolie (nicht mitgeliefert) bereits bereit ist.
Auf der rechten Seite befinden sich Audioausgang (3.5) und USB-Slot (2.0 High Speed) sowie ein erstaunlich gutes Mikrofon und eine kleine Aushöhlung mit Stange, um einen Anhänger oder eine Trageschlaufe daran zu befestigen.
Das Display ist bei den Versionen SP und TS sehr farbgetreu und scharf (QVGA), die SL-Version verwendet leider ein minderwertiges, blaustichiges Display, das aber dennoch scharf ist.
Das Gerät hielt bereits zahlreiche Stürze auf harten Boden aus Höhen bis zu 1,8 Metern aus, ohne nennenswerten Schaden zu nehmen(nur Dellen und Kratzer). Insgesamt lässt sich nichts an der Qualität des Gehäuses kritisieren, allerdings gibt es einen Benutzer im Meizume-Forum, der nach ca. 4 Jahren intensiven Gebrauchs eine lockere Audiobuchse hatte, die sich jedoch mit Lötzinn richten ließ. Auch das Touchpad macht bei ein paar Benutzern nach langjährigem Gebrauch Probleme, dies sei jedoch nur der Vollständigkeit halber erwähnt, da es bei ca. 4 von vielen hundert Personen der Fall war.
Menüführung und Touchpad-Bedienung
Das Touchpad ist relativ gewöhnngsbedürftig. Es ist sehr sensibel, in den ersten Tagen hat man Schwierigkeiten, nur um einen Eintrag zu scrollen. Mit der Zeit findet man aber die vielen Scroll-Varianten heraus, die Meizu einprogrammiert hat, die ich niemandem vorenthalten möchte:
*) |<< oder >>| drücken: Zwischen Beginn, Mitte und Ende der Liste springen; bei eBooks gibt es statt 3 ca. 6 Positionen
*) Standard: mit dem Finger über das Touchpad gleiten (rauf/runter), um auf einmal bis zu ca. 12 Einträge zu scrollen
*) Sprung zum nächsten Eintrag: auf den oberen/unteren teil des Touchpads tippen, um genau einen Eintrag hinauf/hinunter zu springen. (bei eBooks wird zur nächsten Seite gesprungen - wie "Bild auf"/"Bild ab" bei der PC-Tastatur)
*) Schnellvorlauf: wird initiiert, in dem man den Finger auf den selben Punkt wie beim "Sprung zum nächsten Eintrag" legt. Man scrollt etwa 10 Einträge pro Sekunde, eher mehr. Bei eBooks beschleunigt der Schnellvorlauf mit der Zeit sehr stark, ganz genau so, wie man es von den iPods kennt - mit dem angenewhmen Unterschied, dass man den Daumen nicht rotieren lassen muss.
Da dieses Feature für lange Musiklisten wie "All Songs" nicht eingebaut ist, sollte man erst zur Mitte / zum Ende springen.
Die Funktionen der einzelnen Tasten:
Die M-Taste bringt einen stets ins nächstobere Menü. Befindet man sich bereits im Hauptmeü, glangt man zum "Now Playing"-Screen, bei wiederholtem Drücken wieder zum Hauptmenü etc. Ein langes Drücken dieser Taste schaltet den Bildschirm ab.
Die Enter-Taste kann bei der SL- und TS-Version nur noch über ein Tippen auf die Mitte des Touchpads verwendet werden - vorige Versionen hatten zusätzlich eine Enter-Taste am unteren Ende des Touchpads. Da bei der SP-Version die Play-Taste mit der Zeit manchmal locker wurde (sie befand sich auf der oberen Seite des Geräts, wo nun die Tastensperrre sitzt), wurde sie an diese Stelle gebracht.
Vor- und Rückwärtstasten führen die gewohnten Funktionen aus: Einmal drücken, um zum nächsten Titel zu springen; gedrückt lassen, um langsam vorzuspulen. Alternativ kann man durch Drücken der Enter-Taste in den Modus zum "Jump to"-Vorlauf wechseln - man bewegt den Zeitschieber mit dem Touchpad.
Ein langes Drücken der Play-Taste schaltet das Gerät aus oder ein.
Der Meizu unterstützt ID3Tags "komplett"- Künstler, Album, Titel, Bitrate, Liednummer. Eingebettete Albumart wird nicht unterstützt; man hat verschiedene Möglichkeiten, Albumcovers darzustellen (siehe Meizume). Nach Genre kann nicht sortiert werden. Hier sei jedoch anzumerken, dass das große Manko am Verzicht auf Datenüberspielsoftware wie iTunes ist, dass nach jedem Anschluss per USB (nicht jedoch bei Ladung des Akkus) der gesamte MUSIC/-Ordner nach Veränderungen durchsucht wird und die Bibliothek neu organisert wird-- dies kann ca. 5 Minuten dauern, da dies der schwache Prozessor des mp3-Players statt dem starken PC-Prozessor übernehmen muss. Dafür hat man eben das praktische und schnelle Drag'n'Drop.
Videos sind zwar auch am M6 abspielbar, ein gutes Programm zur Konvertierung ist "Batman", das sich auf Meizume finden lässt. Allerdings sind Filme auf dem scharfen, aber kleinen Display kein richtiger Genuss.
Ebooks werden sehr gut unterstützt - Ebooks sind allerdings hier lediglich .txt-Dateien. Es können für jeden Text 3 Lesezeichen gesetzt werden, über das Menü kann man zu einer bestimmten Seite springen etc.
Soundqualität
Der wohl alles entschiedende Punkt. Derzeit können die neuen mp3-Player alles mögliche, doch das Abspielen von Audiodateien gerät mehr und mehr in den Hintergrund. Wer all diesen letztendlich unnötigen Funktionen überdrüssig ist und einfach nur Musik hören möchte, wird mit dem Meizu M6 glücklich werden. Die Klangqualität wird auf vielen Audiophilen-Foren hochgelobt, manche behaupten jedoch, dass die Generationen bis einschließlich SP einen minimal stärkeren Bass und einen "wärmeren Sound" gehabt hätten, SL und TS seien "eher analytisch". Ich hatte sowohl SP als auch SL und war/bin mit beiden sehr zufrieden. Mit guten In-ear-Kopfhörern kommt der Bass klar, aber kraftvoll rüber, ohne die anderen Frequenzen zu verdrängen.
Es gibt 40 Lautstärken, mit In-ear-Kopfhörern ist mir jedoch schon Lautstärke 20 in fast jeder Umgebung zu laut. Über 30 bin ich noch nie gegangen. Um das eigene Gehör vor einem versehentlichen hochscrollen der Lautstärke zu schützen, gibt es im "Sound Effects"-Menü einen Punkt zur Lautstärkebegrenzung.
Auch sonst können sich die Soundeffekte sehen lassen: 10-Band-Equalizer, vernünftiger Bass- und Höhenboost, ein "Spatializer", dessen einzig brauchbarer Eintrag jedoch der "Phase Corrected Equalizer" ist. Wer seine Kopfhörer für flach und leblos befindet, kann sie mit diesem faszinierenden Werkzeug deutlich aufwerten. Es ist schwer zu beschreiben, doch die Musik klingt damit viel näher, lebendiger, heftiger, - aber auch lauter, weshalb ich ihn nie über 5/10 schalte. Bei Verwendung mit Lautsprechern sollte man den PCE abschalten - zumindest ich hatte damit keine gute Erfahrung.
Wo kaufen?
Über viele Jahre gab es einige Anbieter aus China, die für ca. 76-84 Euro (84 Euro: inklusive Extra-Paket mit Silkon- und Hartplastikschutzgehäuse, Tragetasche und vielem mehr) inklusive Versand und zuzüglich eventuell anfallender Zollauflagen das 8 GB-TS-Modell anboten. Leider hat Meizu vor ein paar Monaten die Produktion eingestellt, so dass bereits die Restposten knpp werden und in den günstigen Webshops bereits ausverkauft sind.
Übrgens stellt Meizu nun den M8 her: quasi ein iPhone-Klon, der aber mit großteils besserer Hardware, sehr gutem Interface, das von renommierten Desigenrn auf Windows-Grundlage entwickelt wurde und dem des iPhones kaum nachsteht, aufwarten kann. Das aktuelle Modell kostet in der 8 GB-Version etwas unter 200 Euro.
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